Kreisinterner Wettbewerb: „Vogelfreundliche Hecken – Optischer und ökologischer Gewinn“

Terminankündigung Lehrgarten 9.Juli
26. Juni 2026

Kreisinterner Wettbewerb: „Vogelfreundliche Hecken - Optischer und ökologischer Gewinn“

„Vogelfreundliche Hecken“ lautete in diesem Jahr das Thema des kreisinternen Wettbewerbs des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V.

„Eine gemischte Hecke, bestehend aus Zier- und Wildgehölzen wird vielen Ansprüchen in Sachen optischer Wirkung und ökologischer Funktion gerecht. Zahlreiche heimische Vogelarten und Zugvögel finden dort Nahrung, sowie Schutz- und Bruträume. Gerne brütet z.B. die Mönchsgrasmücke in dichteren Heckenpartien. Werden beerentragende Arten verwendet, ist auch im Winter der Tisch reich gedeckt.

Je nach zur Verfügung stehenden Platz unterscheidet man zwischen einer freiwachsenden Hecke und regelmäßigen geschnittenen Varianten. Letztere wird man vor allem dann einsetzen, wenn zum Nachbarn oder zur Straße nur wenig Platz vorhanden ist. Unter dem Aspekt Vogelschutz lassen sich aber auch hier nicht nur Varianten mit einer Strauchart wie Liguster oder Hainbuche, sondern auch gemischte Schnittvarianten einsetzen. Hier könnte man z.B. schnittverträgliche Arten wie Liguster, Kornelkirsche, Berberitze und Eibe kombinieren.

Eine gute optische Wirkung erzielt man, wenn Blüten-, Frucht- oder Laubaspekte des Winters, des Frühlings des Sommers und des Herbstes aufgegriffen werden. Wiederholungen dieser Kombinationen in der Hecke sorgen für eine ruhige Wirkung.

Eine Höhenstaffelung zwischen Kleinsträuchern, Sträuchern normaler Höhe und Großsträuchern (ca. alle 5-7m) sorgt für die entsprechende Dynamik. Bei entsprechend großen Grundstücken lassen sich im Abstand von ca. 8-10 m auch mal Bäume zwischen die Gehölze setzen“ – so das Credo und die Wettbewerbskriterien des Kreisverbandes.

Die Bewertungen durch zwei Kommissionen des Kreisverbandes fanden am Freitag, 22. Mai ab 13:30 Uhr statt. Zu den Juroren zählten: Reiner Brückner, Thomas Neder, Siegfried Wittmann, Ute Schade und Rolf Rößner.

Den 1. Platz der Gruppe Brückner/ Neder belegte Familie Jakobs aus Untersiemau. Sehr angetan waren die Juroren von der ca. 60 m langen, mehrreihigen Hecke mit zahlreichen Wildgehölzen und höheren Sträuchern, die dort in Ruhe wachsen und in Würde altern dürfen. Dementsprechend wird dieser Lebensraum z.B. von Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke und Neuntöter bewohnt.

Den 1. Platz der Gruppe Wittmann/Schade/ Rößner erzielte Christel Leber aus Stöppach. Hier beeindruckte eine bereits in den 80er Jahren gepflanzte, 3-reihige Hecke mit zahlreichen beerentragenden Sträuchern. Dazwischen wachsende Bäume wie Eberesche, Ahorn und Co. erhöhen den ökologischen Wert.

Für ihre Bemühungen um die Förderung der Artenvielfalt im Garten durch facettenreiche Heckenstrukturen werden weiterhin gewürdigt:

Familie Amberg (Elsa), Familie Von Brockdorff (Untersiemau/Birkach), Renate Holzheid (Niederfüllbach), OGV Merlach, Familie Weigand (Meeder) und Familie Zarske (Fürth am Berg).

Die Auszeichnungen werden anlässlich der Jahreshauptversammlung 2027 durch den 1. Vorsitzenden, Landrat Sebastian Straubel verliehen und die Gärten mit Bildern vorgestellt.